Referenten.

Prof. (i.R.) Joachim Köhler
staatl. gepr. Augenoptiker

Nach der aktuellen Brillenstudie des Hauses Allensbach (vertrieben durch die Spectaris Gruppe in Deutschland) besitzen die Brillenträgerinnen und Brillenträger in Deutschland und anderen europäischen Nachbarstaaten (z.B. Schweiz und Österreich) häufig nur eine Brille mit aktuellen Korrektionswerten (sehtaugliche Brillen). Bei den Sonnenbrillen ist der Versorgungszustand noch viel schlechter. Nur jeder vierte Brillenträger verfügt auch über eine geeignete Sonnenschutzbrille.

Dies ist eine riesen Marktchance für Mehrfachverkäufe. Die Zeit der Einfachversorgung ist vorüber! Heute gibt es keine Brille mehr für jede Gelegenheit, aber für jede Gelegenheit die geeignete Brille.

In diesem Vortrag werden Sie erfahren, dass Verkaufen nicht allein am Beratungsplatz bzw. im Verkaufsraum erfolgen muss, sondern bereits in den Refraktionsräumlichkeiten beginnen sollte. Mehrfachversorgung muss automatisch die Brillenglasvielfalt in den Focus der Beratung stellen. Wo kann das besser gelingen, als dort, wo der Anwendungsnutzen einer Brille –das gute, perfekte Sehen- vermittelt wird. Gestalten Sie Ihren Refraktionsplatz zum Point oSale (POS)!

Dieser Vortrag richtet sich an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die im täglichen Kundenkontakt auch höherwertige augenoptische/ optometrische Dienstleistungen anbieten und durchführen. Es werden in diesem Vortrag die Möglichkeiten und Techniken (Tools und Skills) des Mehrfachverkaufs dargestellt und ihre einfache, praktische Umsetzung praxisnah vermittelt.


Ihre Mitarbeiter gehören zum kostbarsten Teil des Betriebsinventars. Auch wenn dieser Satz beim ersten Anblick etwas menschenverachtend klingt, so beschreibt er doch einen Sachverhalt, der das Gesicht und das Erscheinungsbild eines Unternehmens prägt. Dies gilt besonders für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) des Einzelhandels mit unverzichtbarem, direkten Kundenkontakt. 

In einer Welt, in der die Digitalisierung mit unglaublicher Geschwindigkeit voranschreitet, bekommt die persönliche Zuwendung an die Kunden durch freundliche und kompetente Mitarbeiter eine unverzichtbare Bedeutung. Die Schnittstelle zwischen Konsumenten und Fachpersonal war, ist und bleibt jener Platz, an dem über die Größe des unternehmerischen Erfolges entschieden wird. Deshalb verdienen Mitarbeiter Zuwendung und Unterstützung, um im täglichen Wettbewerb die höchst mögliche Kundenzufriedenheit zu erreichen und dabei die eigenen Lebens- und Karriereansprüche nicht vernachlässigen müssen.

Mitarbeiter wollen sehr wohl gefordert werden und sind unter Berücksichtigung ihres eigenen Work-Life-Balance-Anspruches auch leistungsbereit. Gute Fachkenntnisse vorausgesetzt, müssen Mitarbeiter allerdings wissen, was von ihnen erwartet wird. 

Bevor sie (die Mitarbeiter) gefordert werden, müssen sie gefördert werden. Nur wer verständliche Vorgaben bekommt, kann auch Unternehmensansprüche erfüllen.

 

CV

Joachim Köhler besuchte von 1972 bis 1975 die staatl. Fachschule f. Augenoptik (SFOF) und bestand dort erfolgreich die Abschlussprüfungen als staatl. gepr. Augenoptiker und Augenoptikermeister und Kontaktlinsenspezialist.

Nach erfolgreichem Studium an der SFOF arbeitete Joachim Köhler in verschiedenen Unternehmen der Augenoptik und Optometrie. Zeitgleich hatte er einen Lehrauftrag zur Begleitung von Praxisfächern an der SFOF. Während dieser Zeit bildete sich Joachim Köhler in ganz unterschiedlichen Bereichen weiter. So erlangte er 1981 die Zulassung als Heilpraktiker und ein Jahr später beendete er in der Schweiz (KMU St. Gallen) erfolgreich ein Seminar als Wirtschaftspädagoge. Mit Abschluss dieser beruflichen Weiterbildung wurde er Anfang der achtziger Jahre fester Mitarbeiter der staatl. Fachschule für Augenoptik in Berlin.

Ende der neunziger Jahre wurde die SFOF-Berlin aufgelöst und der Studiengang Augenoptik/ Optometrie in die Technische Fachhochschule Berlin (TFH-Berlin) integriert. Im Zuge dieser Umstrukturierung wurde Joachim Köhler 1999 zum Professor an einer Hochschule berufen. Heute lautet der Name der TFH-Berlin Beuth-Hochschule für Technik Berlin und Joachim Köhler blieb hier bis zum Ende seiner Dienstzeit im September 2016 zuständig für die Fachgebiete Augenoptik/Optometrie und Dienstleistungsmarketing. Er ist Autor zahlreicher Fachbücher und Fachaufsätze.

Seit Beginn seiner Lehrtätigkeiten arbeitete Joachim Köhler zusätzlich als Referent und Trainer für die Bereiche Marketing und Personaltraining in der Augenoptik und anderen paramedizinischen Berufen. Seine Vorträge sind über Deutschlands Grenzen hinaus auch in anderen Ländern gefragt und geschätzt. Mit dem Erreichen des 65. Lebensjahres endete zwar seine Hochschultätigkeit, allerdings nicht seine Aktivitäten als Tagungsreferent, Fachbuchautor und Unternehmensberater.

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